Druidenstein

Touristik Ferschweiler Druidenstein

Der Druidenstein auf dem Ferschweiler Plateau zählt zu den eindrucksvollsten Zeugnissen der Vor- und Frühgeschichte in der Südeifel. Der mächtige Sandsteinblock steht in der Nähe des Diesburger Hofes zwischen Ferschweiler und Bollendorf und gehört zu den wenigen noch erhaltenen Menhiren der Region.

Auf einem Blick
📍 Standort: Nahe Diesburger Hof zwischen Ferschweiler und Bollendorf
Typ: Menhir (aufrecht stehender Stein)
📏 Größe: 2,25 m hoch, 1,60 m breit
Alter: Vermutlich Jungsteinzeit (nicht eindeutig nachgewiesen)
🥾 Tipp: Teil der Menhir-Wanderung über das Ferschweiler Plateau

Was ist ein Menhir?

Der Begriff „Menhir“ stammt aus dem Keltischen und bedeutet „langer Stein“. Solche aufrecht stehenden Steinmonumente wurden vor allem während der Jungsteinzeit (ca. 5500–1800 v. Chr.) errichtet. Sie gelten als die ältesten von Menschen geschaffenen Denkmäler Europas und dienten vermutlich kultischen oder religiösen Zwecken.

Ob der Druidenstein tatsächlich aus dieser Zeit stammt, konnte bislang nicht eindeutig nachgewiesen werden. Seine Form und seine Bedeutung als Menhir sprechen jedoch dafür, dass er bereits vor mehreren tausend Jahren aufgestellt wurde.

Der Druidenstein und seine Geschichte

Der nahezu rechteckige Sandsteinquader ist etwa 2,25 Meter hoch, 1,60 Meter breit und zwischen 30 und 50 Zentimeter dick. Aufgrund seiner auffälligen Größe war er schon von weitem sichtbar.

Der heute gebräuchliche Name „Druidenstein“ entstand vermutlich erst im 19. Jahrhundert. Damals wurden viele vorgeschichtliche Monumente mit den Kelten und ihren Priestern, den Druiden, in Verbindung gebracht. Tatsächlich stammt der Stein jedoch aus einer deutlich älteren Zeit und hat keinen direkten Bezug zu den Kelten.

Ein zweiter Name des Menhirs lautet „Eckstein“. Dieser Name erinnert daran, dass der Stein über Jahrhunderte als Landmarke und Grenzstein genutzt wurde. Noch heute markiert er eine historische Flurgrenze.

Archäologische Besonderheiten

Bei genauer Betrachtung lassen sich kleine eingearbeitete Kreuze erkennen. Diese wurden vermutlich erst viele Jahrhunderte nach der Errichtung des Menhirs angebracht. Solche Zeichen finden sich auch an anderen vorgeschichtlichen Steinen und gelten als Hinweis auf eine spätere Christianisierung.

Der Druidenstein gehört zu einer ganzen Gruppe bedeutender Menhire auf dem Ferschweiler Plateau. Gemeinsam mit dem Fraubillenkreuz, dem Langenstein und weiteren Steinmonumenten bildet er eine der interessantesten vorgeschichtlichen Kulturlandschaften der Region.

Ein Ziel für Wanderer und Geschichtsinteressierte

Der Druidenstein lässt sich hervorragend in eine Wanderung über das Ferschweiler Plateau einbinden. Besonders reizvoll ist eine sogenannte „Menhir-Wanderung“, die den Druidenstein mit dem Langenstein, dem Fraubillenkreuz und weiteren vorgeschichtlichen Steinmalen verbindet.

Zwischen Wäldern, Felsen und weiten Ausblicken erleben Besucher hier nicht nur die Natur der Südeifel, sondern begegnen auch den geheimnisvollen Spuren einer mehrere tausend Jahre alten Vergangenheit.

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